Der Unterricht


Schüler während eines Ausfluges in den Wald
Schüler während eines Ausfluges in den Wald

Der Unterricht ist der Kern der schulischen Arbeit.

Er dient dem Aufbau einer Wissensbasis und der Entwicklung grundlegender Kompetenzen.

Die Schule eröffnet Erfahrungsräume, in denen kognitives Lernen mit praktischem, musischem, gestalterischem, sportlichem, religiösem und sozialem Lernen verknüpft ist. Im Mittelpunkt eines jeden Unterrichts steht immer der Schüler.


Jedes Lernen ist eng mit Sprache verbunden. Der Sprache als Mittel des Verstehens und der Verständigung kommt daher eine Schlüsselstellung zu.

Das Lernen zu lernen und ein Leben lang lernfähig zu bleiben, ist für das Leben in der Gesellschaft von besonderer Bedeutung.

Unter der besonderen Berücksichtigung, dass Kinder ihre Lebensumwelt ganzheitlich mit allen Sinnen, mit Kopf, Herz und Hand erfahren, muss der Unterricht so gestaltet erden, dass die personalen, sozialen und fachlichen Kompetenzen gefördert und gestärkt werden.

Es ist anzustreben, dass die Kinder eine Lernhaltung entwickeln, die von Leistungs- und Anstrengungsbereitschaft, von Ausdauer, von der  Bereitschaft Pflichten und Aufgaben zu übernehmen und vom Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten geprägt ist.

Der jahrgangsübergreifende Unterricht fördert im Besonderen eine solche Lernentwicklung und gibt den Kindern Impulse, selbstverantwortlich und selbständig zu lernen. Dabei gilt es die natürliche Lernfreude zu erhalten und zu fördern.

Im Unterricht erfahren die Kinder sich als einen Teil einer Gemeinschaft. Damit eine solche Gemeinschaft funktioniert, ist es unumgänglich sich an Regeln und Absprachen zu halten. Sie übernehmen eine wichtige Verantwortung für das Funktionieren der Gemeinschaft. Die Kinder können in der Großgruppe, in Einzelarbeit, Partner- und Gruppenarbeit arbeiten, um letztendlich zu einer Teamfähigkeit zu gelangen. Im jahrgangsübergreifenden Unterricht wird der Bereich des sozialen und individuellen Lernens intensiviert. Das Kind wird in Zukunft mit viel mehr Eigenverantwortlichkeit und Selbständigkeit an seinem Vorankommen arbeiten. Es wird ein häufiger Rollenwechsel stattfinden. Mal ist man Helfer, mal nimmt man Hilfe von anderen an. Kinder, die zum Schuljahresbeginn neu in die Gruppe kommen, wachsen ganz natürlich in bestehende Sozialstrukturen und Rituale hinein und brauchen somit eine kürzere Eingewöhnungsphase.



Fachliches und fächerübergreifendes Lernen

Der Unterricht umfasst laut den Richtlinien und Lehrplänen die Fächer Deutsch, Mathematik, Religion, Sachunterricht, Kunst, Musik, Sport, Englisch, Förderunterricht. Die Richtlinien geben genaue Vorgaben, welche Ziele am Ende der Klasse 2 und Klasse 4 erreicht werden müssen.

In den Fächern erwerben die Kinder die für das weitere Lernen grundlegenden Fähigkeiten, Fertigkeiten, Kenntnisse, sowie Haltungen und Einstellungen und werden befähigt zur Anwendung des Wissens und Könnens.

Da wie schon erwähnt die Kinder ihre Lebensumwelt ganzheitlich erleben, können die Fächergrenzen überschritten werden. Ein fächerübergreifendes Lernen versetzt sie in die Lage, in Zusammenhängen zu denken. Aus vielen Bereichen können  fächerübergreifende Themen entwickelt werden.

 

Schüler machen Notizen
Schüler machen Notizen

Methoden

Um die (persönlichen, sozialen, fachlichen) Kompetenzen zu fördern und zu stärken, kann der jahrgangsübergreifende Unterricht sowohl Gelegenheit zum Lernen in angeleiteter Form als auch in offenen Lernformen bieten. Die offenen Unterrichtsformen kommen vor allem beim jahrgangsübergreifenden Unterricht zum Tragen, da sie eine größtmögliche Individualisierung und Differenzierung ermöglichen.

Dafür steht ein reiches  Methodenrepertoire zur Verfügung: Wochenplan, Stationenlauf, Werkstatt, Projekt.

Bei diesen offenen Unterrichtsformen ist eine Differenzierung stets gut möglich.

Werkstatt

Eine sogenannte Werkstatt entspricht einer Lernumwelt, die sich durch ein reiches fächerübergreifendes Aufgabenangebot zu einem Thema auszeichnet. Es wird zwischen Pflicht- und Wahlaufgaben unterschieden. Die Anzahl der Pflichtaufgaben ist so ausgewählt, dass durch die Bearbeitung die grundlegenden Anforderungen erfüllt sind. Eine Werkstatt läuft meist über einen längeren Zeitraum von 2 – 3 Wochen.

 

Stationen lernen

Bei einem Stationslauf stellt die Lehrerin meist zu einem Thema mehrere Aufgaben zusammen, die die Schüler in beliebiger Reihenfolge bearbeiten können. Für die Bearbeitung der Aufgaben steht ihnen ein bestimmter Zeitrahmen zur Verfügung (cirka 2-5 Tage). Die einzelnen Aufgaben können in sich differenziert sein.

Es ist zu sagen, dass der alltägliche Unterricht an unserer Schule natürlich nicht nur aus den offenen Unterrichtsformen besteht, sondern er stellt im Normalfall ein  ausgewogenes Nebeneinander von frontal ausgerichteten und den offenen Unterrichtsformen dar!



Aufgabe der Lehrer

Kernaufgabe der Lehrkräfte ist es, einen qualifizierten Unterricht zu erteilen. Sie führen die Schüler zum selbständigen Lernen.

  • Die Lehrkräfte wählen in Absprache mit den Fachkonferenzen Unterrichtsinhalte aus,
  • planen daraus Unterrichtsreihen,
  • organisieren (Material, außerschulische Lernorte und so weiter)
  • stellen eine Lernumgebung bereit,
  • wählen passende Methoden aus,
  • unterrichten in der Großgruppe,
  • geben Arbeitsanweisungen für Partner- und Gruppenarbeit,
  • fördern, fordern, beobachten, helfen, ermutigen
  • reflektieren mit den Kindern die Arbeitsergebnisse,
  • geben ihnen Anregungen für weiterführendes Lernen,
  • beraten und beurteilen.

Sie werden Lernwegbegleiter.



Mitverantwortung der Eltern


Wie eingangs schon erwähnt, ist jedes Lernen eng mit Sprache verbunden.

Sie können ihr Kind in vielfältiger Art und Weise unterstützen, die anzustrebende Sprachkompetenz zu fördern:

Miteinander über etwas sprechen, das Gespräch mit Ihrem Kind suchen, sich nicht nur mit Frage und Antwort zufrieden geben, etwas erzählen lassen und sich dafür Zeit  nehmen, in ganzen Sätzen sprechen und auch auf Warum-Fragen angemessen antworten, die eigene Meinung formulieren lassen, viel vorlesen und gemeinsam singen.

Jedes Kind hat unterschiedliche Begabungen und Neigungen und sollte  dahingehend so angenommen werden. Wir können unsere eigenen Vorstellungen und Träume nicht immer im eigenen Kind verwirklichen.

Wir sollten dem Kind stets Mut machen, sich etwas zuzutrauen.

Wir leben in Gemeinschaften. Dem Kind  können schon in der Familie Pflichten und Aufgaben übertragen werden, und es sollte dafür die Verantwortung  übernehmen. Es muss auch etwas aushalten (zum Beispiel ein Nein) und ein angemessenes Durchhaltevermögen zeigen.